Sicherheitsrisiko Home Office: 123 Prozent mehr Unternehmensdaten auf USB-Geräten

25. Juni 2020

Remote-Mitarbeiter extrahieren klassifizierte Daten in noch nie dagewesener Geschwindigkeit, so das Ergebnis des neuen Data Trends Reports von Digital Guardian, der das Risiko des Verlusts sensibler Daten während der COVID-19-Krise bewertet. Das Volumen der auf USB-Geräte heruntergeladenen Daten stieg um 123 Prozent seit der WHO-Pandemie-Erklärung und großflächigen Einführung von Homeoffice. Zudem zeigte sich ein Anstieg von 72 Prozent des Daten-Uploads in die Cloud.

Der Datenaustritt über alle Pfade (E-Mail, Cloud, USB usw.) stieg um 80 Prozent im ersten Monat nach der Pandemie-Erklärung. Cloud-Speicher und USB-Geräte wurden zu den bevorzugten Ausgangspfaden (89 Prozent). Auch gab es 62 Prozent mehr böswillige Aktivitäten durch externe Angreifer und 54 Prozent mehr erforderliche Incident-Response-Untersuchungen.

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DG Data Trends Report Graphik
Quelle: Digital Guardian

Sicherheitsexperten sollten besonders dem deutlichen Anstieg bei der Nutzung von USB-Geräten Aufmerksamkeit schenken, da diese aufgrund der Wahrscheinlichkeit, verlegt, verloren oder gestohlen zu werden, das Risiko des Verlusts sensibler Daten erhöhen. Denn das Thema Homeoffice wird für viele Unternehmen eine Notwendigkeit bleiben. Zudem gilt es für Sicherheitsteams, die Implementierung von Lösungen in Betracht zu ziehen, die Einblick in die Datenbewegungen geben und ein Mittel zur Kontrolle bieten, um potenzielle Datenverstöße zu vermeiden.

Der DG Data Trends Report basiert auf aggregierten, anonymisierten Daten von fast 200 Kunden des Managed Security Program von Digital Guardian weltweit. Die Untersuchung repräsentiert ein breites Spektrum von Unternehmensgrößen und Branchen, darunter Finanzdienstleistungen, Fertigung, Gesundheitswesen und Unternehmensdienstleistungen.

Der Report enthält unter anderem Statistiken über Datenausgangskanäle und Risikopunkte, einen Leitfaden zu Maßnahmen für die Datensicherheit, Beispiele für COVID-19-Phishing-Angriffe sowie Empfehlungen zum Schutz von Remote-Mitarbeitern. Der analysierte Datensatz wurde vom 1. Januar bis 15. April 2020 erhoben, und die Daten von 1. Januar bis 29. Februar 2020 (vor dem globalen COVID-19-Ausbruch) im Vergleich zum 1. März bis 15. April 2020 (nachdem die COVID-19-Pandemie in den Vordergrund getreten war) ausgewertet. (rhh)

Hier geht es zum DG Data Trends Reports

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