Datenbankmanagement: So holt man das Beste aus einer Datenbank

3. Mai 2021

Richtig genutzte Daten können einem Unternehmen zu einem Erfolgsschub verhelfen. Sie helfen dabei, Kunden besser kennenzulernen, auf deren Anforderungen einzugehen und ein insgesamt besseres Benutzererlebnis zu bieten.

Daten sind für den Erfolg eines jeden Unternehmens unverzichtbar, eine optimierte Datenbankleistung das A und O, um für Kundenzufriedenheit zu sorgen und der Konkurrenz einen Schritt voraus zu bleiben. Durch die folgenden Methoden können IT-Experten dabei behilflich sein, die jeweiligen Unternehmensdatenbanken optimal nutzen.

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Die Datenbankintegrität untersuchen

Integrität ist wichtiger als Performance. Bevor man die Datenbankleistung optimiert, gilt es zunächst einmal, die Integrität zu überprüfen. Dabei geht es um Faktoren wie CPU-Auslastung, E/A-Statistiken, Auslastung des Arbeitsspeichers, Netzwerkbandbreite und Sperren/Blockierungen. Mit diesen Metriken können IT-Experten dafür sorgen, dass die Datenbank ihres Unternehmens so effizient wie möglich genutzt wird.

Plattformübergreifende Lösungen verwenden

Mehr und mehr Unternehmen setzen plattformübergreifende Datenbanklösungen ein und können somit unabhängig vom Datenbanktyp und vom tatsächlichen Speicherort der Daten umfassende Anwendungen bereitstellen. Dies stellt IT-Experten vor neue Herausforderungen, bietet aber auch eine Vielzahl an Vorteilen und hilft Unternehmen, Umsatzeinbußen und Rufschädigungen durch mangelhafte Benutzererlebnisse oder auf falschen Daten basierenden Geschäftsentscheidungen zu vermeiden.

Die Datenbank in der Cloud auf dem neuesten Stand halten

Je mehr Workloads IT-Unternehmen in die Cloud verlagern, desto wichtiger wird es, sicherzustellen, dass die Datenbank-Performance in der Cloud mit der im Rechenzentrum Schritt hält. IT-Experten und Unternehmensleitungen müssen ein Gleichgewicht finden, bei dem ihre Daten eine optimale Performance erbringen, ob lokal, in der Cloud oder in hybriden Modellen, und diese Datenbanken durchgängig optimieren.

Performance-Baselines erstellen

Ohne eine tägliche Baseline wird es schwierig, die Datenbankleistung effektiv zu messen. Eine solche Baseline erlangt man am besten durch die Implementierung einer umfassenden Suite an Tools für das Datenbankmanagement und -monitoring. Diese Tools ermöglichen einen Drilldown zum Datenbankmodul über verschiedene Datenbankplattformen und Bereitstellungsmethoden hinweg. Außerdem können Leistungsmessdaten im Verlauf gespeichert werden.

Metriken überblicken

Eine optimierte Datenbankleistung stellt sicher, dass Abfragen schnell ausgeführt werden und der Durchsatz maximiert werden kann. Dafür ist es notwendig, die Daten zu verstehen, mit denen man arbeitet, und detailgenau Metriken beispielsweise zu Ressourcenkonflikten anzeigen zu können. Die Workload einer Datenbank ist der wichtigste Faktor zum Identifizieren und Beheben der zugrunde liegenden Ursache von Leistungsproblemen. Wenn hier alles richtig läuft, macht dies sowohl für das Unternehmen als auch für die Kunden einen großen Unterschied.

Die richtigen Abfragen optimieren

Bei der Datenbankoptimierung geht es darum, die richtigen Änderungen durchzuführen, nämlich diejenigen, die kundenseitig den größten Unterschied machen. Dazu muss man genau überlegen, an welcher Stelle Änderungen vorzunehmen sind. Vorzugsweise sollte man Abfragen optimieren, die für Benutzer sichtbare Probleme verursachen, andere Abfragen beeinträchtigen oder den Server stark auslasten. Die Optimierung einer Abfrage, die einen großen Teil der Gesamtlast einer Datenbank verursacht, kann für den Unternehmensprofit einen großen Unterschied machen.

Potenzielle Probleme prognostizieren und identifizieren, bevor sie das Geschäft beeinträchtigen

Der optimale Zustand seiner Datenbank spielt für das gesamte Unternehmen eine große Rolle. Tools zum Datenbankleistungsmanagement bieten auf Best Practices basierende, intelligente Empfehlungen für eine schnellere Fehlerbehebung. Mit einer auf maschinellem Lernen gestützten Anomalie-Erkennung können potenzielle Probleme problemlos identifiziert werden, bevor sie dem Geschäft schaden.

Datenbankbereitstellungen mit Continuous Delivery optimieren

Continuous Delivery gehört zu den grundlegendsten technischen DevOps-Prozessen und ist ein wichtiges Fundament für die Verbesserung der Software-, Auslieferungs- und Betriebsleistung (SDO). Die Vorteile von Continuous Delivery sind offensichtlich: Es erlaubt, Fixes schneller durchzuführen, Ergebnisse in kürzerer Zeit zu erkennen, mehr Agilität zu schaffen und kontinuierlich zu lernen. All das bietet eine gute Grundlage für ein zukunftssicheres Unternehmen.

Auf Fehlschläge vorbereitet sein

Egal ob eine Datenbank groß, klein, On-Premises oder in der Cloud ist: Fehler und Ausfälle können immer auftreten. Die möglichen Gründe dafür sind zahlreich, von Änderungen am Anwendungscode über Datenbank-Versionsupgrades bis hin zu Konfigurationsänderungen. All das kann zu Datenverlusten, Produktivitätseinbußen, einem unbefriedigenden Benutzererlebnis oder dem Ausfall anderer Systeme führen.

Manchmal sind solche Probleme kaum vermeidbar, doch man kann sich, so gut es geht, darauf vorbereiten. Die Vorbereitung auf die Wiederherstellung im Notfall ist ein fortlaufender Prozess, der niemals enden sollte. Dazu gehört es, Monitoring für alle wichtigen Systeme einzurichten, Tests stufenweise durchzuführen, Rollouts schrittweise einzuführen, Rollbacks zu ermöglichen und sicherzustellen, dass regelmäßig Backups erstellt werden.

Fazit

Wenn IT-Experten die genannten Schritte befolgen, können sie den Mehrwert der von ihrem Unternehmen genutzten Datenbank maximieren. Denn bei der Datenbankverwaltung geht es längst nicht mehr nur darum, akute Probleme zu bekämpfen. Vielmehr geht mit dem erfolgreichen Management von Datenbanken einher, sich gegenüber der Konkurrenz auch einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dabei können IT-Experten behilflich sein.

Thomas LaRock ist Head Geek bei SolarWinds.

SolarWinds

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