Keine Sicherheits-Updates mehr für Office 2021
13. Oktober 2026
Mit dem Stichtag 13.10.202 endete der Support für Microsoft Office 2021. Damit erhalten 82 Prozent der kleinen Unternehmen in Deutschland keine Sicherheits-Updates mehr für ihr Office-Paket. Nur jede zehnte Firma hat in den letzten zwölf Monaten die Chance genutzt, ihr lokales Office-Paket zu aktualisieren. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der diesjährigen KMU-Studie von Intra2net. Wie bereits in den Vorjahren wurden dazu die Daten von rund 1.600 PC-Arbeitsplätzen in kleinen Unternehmen ausgewertet und mit den Zahlen früherer Studien verglichen.
Ältere Versionen wie Office 2016 und 2019 erreichen zusammen noch eine Installationsquote von 60 Prozent. Sie sind damit in kleinen Unternehmen nach wie vor die am weitesten verbreiteten Versionen – obwohl der Herstellersupport für sie bereits im Oktober 2025 endete. In 7 Prozent der Unternehmen sind zudem noch die Office-Versionen 2010 und 2013 im Einsatz, die bereits seit Jahren aus dem Support genommen wurden.
Office 2024 wird besser angenommen
Während die Migration von Altsystemen zu Office 2021 in den vergangenen Jahren eher schleppend erfolgte, zeigt sich bei der Akzeptanz von Office 2024 ein etwas positiveres Bild. Das Softwarepaket konnte seinen Marktanteil On-Premises im Vergleich zu 2025 von 8 Prozent auf 18 Prozent steigern.
Vier von fünf kleinen Unternehmen setzen sich ab heute einem unkalkulierbaren Risiko aus. Dass Microsoft selbst für längst abgekündigte Versionen wie Office 2016 noch Patches nachschiebt, zeigt wie groß der Leidensdruck im Markt ist. Dies kann aber keine Ausrede sein, weiter abzuwarten.
Die diesjährige KMU-Studie von Intra2net basiert auf einer Umfrage im September 2026 unter 103 deutschen Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern und 1.592 PC-Arbeitsplätzen mit Microsoft Office. Berücksichtigt wurden dabei ausschließlich Unternehmen ohne Microsoft 365 Business oder Exchange Online.
Steffen Jarosch ist Vorstand der Intra2net AG.