Red Hat Enterprise Linux 10.2 und 9.8 bieten Post-Quantum-Sicherheit
8. Mai 2026
Die beiden Version von Red Hat Enterprise Linux 10.2 und von 9.8 soll Unternehmen dabei unterstützen, fortschrittliche Bedrohungen besser zu bewältigen, KI-Innovationen schneller voranzutreiben und den IT-Betrieb stabiler zu gestalten.
Das gemeinsam mit Red Hat Enterprise Linux verfügbare Red Hat Certificate System 11.0 führt quantenresistente Signaturen ein, sodass Unternehmen aktuelle NIST-Standards erfüllen und sich gegen „Harvest now, decrypt later“-Strategien von Cyber-Kriminellen wappnen können. Diese sammeln verschlüsselte Daten bereits jetzt im großen Stil, um sie später mit Quantencomputern binnen Minuten zu entschlüsseln. Heute würde das abhängig vom eingesetzten Algorithmus teilweise noch Jahre dauern, doch Quantencomputer können die dafür notwendigen Berechnungen erheblich beschleunigen.
Mit quantensicheren Signaturen bereiten sich Unternehmen auf die Post-Quantum-Ära vor und sichern sensible Daten gegen künftige Angriffe ab. Darüber hinaus erhalten Kunden von Red Hat und CrowdStrike mit den neuen Releases einen Zugriff auf über 2.300 neue Malware-Signaturen, was die Erkennung von Bedrohungen verbessert und die Umsetzung proaktiver Sicherheitsstrategien ermöglicht.
MCP-Server für Red Hat Satellite (Technology Preview), Red Hat Enterprise Linux (Developer Preview) und Red Hat Lightspeed (Developer Preview) unterstützen Unternehmen beim Linux-Management mit KI. Agenten können sicher und in Echtzeit auf Linux-Daten zugreifen, sodass Administratoren in der Lage sind, Red Hat Enterprise Linux mithilfe natürlicher Sprache und automatisierter, mehrstufiger Workflows zu verwalten.
Mit goose steht zudem im Extensions Repository ein neuer Open-Source-Agent bereit, der sich mit mehreren MCP-Servern verbindet und über eine zentrale Kommandozeile angesprochen wird. Er erleichtert Unternehmen den Übergang von einem manuellen Troubleshooting hin zu einem schnellen, automatisierten Infrastrukturmanagement.
Red Hat Satellite 6.19 stärkt die digitale Souveränität von Unternehmen mit einer lokalen Schwachstellen-Triage und der Einführung eines KI-gestützten Troubleshootings über den neuen MCP-Server für Satellite. Beides lässt sich um einen zusätzlichen 12-monatigen Extended Update Support (EUS) ergänzen, um langfristige Betriebssicherheit zu erreichen.
Die Umsetzung der Best Practices für In-Place-Upgrades von Red Hat Enterprise Linux wird durch eine neue Systemrolle, die als Red Hat Ansible Certified Content Collection bereitsteht, und sichere Self-Service-Upgrades via Red Hat Ansible Automation Platform erleichtert. Unternehmen können das Betriebssystem somit noch reibungsloser und zuverlässiger aktualisieren.
Dazu tragen auch Neuerungen im Image Mode bei, der den Download von Updates erlaubt, ohne sie sofort einspielen zu müssen. Unternehmen haben so mehr Freiheiten, wann und wie sie Patches und andere Aktualisierungen installieren und können die Uptime ihrer Systeme verbessern. (rhh)
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