Netzwerke effizient verwalten

31. Januar 2019

Die Digitalisierung schreitet in rasendem Tempo voran und Unternehmen versuchen ihre IT auf den neuesten Stand zu bringen. Doch haben Entscheidungsträger mitunter Schwierigkeiten, wenn es um die richtige Herangehensweise an den digitalen Wandel geht und übertragen IT-Fachkräften immer häufiger die Aufgabe, neue Technologien von verschiedenen Anbietern einzuführen und gleichzeitig die alte Infrastruktur beizubehalten.

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Die Zeiten sind schon lange vorbei, in denen ein IT-Team nur einen Exklusivanbieter für alle Aufgaben und Netzwerkanforderungen beauftragte. Nicht mehr wegzudenken sind Netzwerke mit einer Vielzahl neuer Funktionen, die von einem oder mehreren Lieferanten stammen. In diesem Szenario kann es manchmal von großem Vorteil sein, aus verschiedenen Produkten und Anbietern auswählen zu können. Wenn erfahrene Technikexperten Funktionen ausprobieren möchten, die von einem anderen Unternehmen stammen, wie zum Beispiel einen programmierbaren Netzwerk-Switch von Arista in einer von Juniper dominierten Umgebung, können sie nun diese Entscheidung treffen, ohne dass sie ihr vorhandenes System auseinander nehmen und neu erstellen müssen.

Ein modernes Monster

Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Durch diese komplizierten Kombinationen entsteht häufig eine Netzwerkarchitektur à la „Frankenstein“, deren Netzwerkmanagement durchaus erhebliche Probleme bereiten kann. Administratoren stehen beispielsweise häufig einem unübersichtlichen Chaos gegenüber, das durch die große Zahl unterschiedlicher Tools entsteht, die alle mit ihrer eigenen Datenvisualisierung ausgestattet sind und sich häufig mit nichts anderem integrieren lassen. Die Technikexperten müssen damit beginnen, umfangreiche Visualisierungsstrategien wirksam einzusetzen, um die Herausforderungen moderner und diversifizierter Netzwerkumgebungen zu überwinden und mehr Leistung und Gesamtverfügbarkeit zu erreichen. Heute ist es selten, dass ein Unternehmen noch als One-Vendor-Shop betrieben wird. Vor einigen Jahren funktionierte Technologie nur dann zusammen, wenn die Lösungen vom selben Unternehmen hergestellt wurden. Dieses Konzept mussten Unternehmen jedoch aufgeben, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Anbieter können ihre Kunden nicht mehr auf einen bestimmten Hersteller beschränken, wie beispielsweise Linux oder Windows. Wenn sie entsprechend geschult sind, können Technikexperten mit Erfolg Server, Workstations, Netzwerke und Sicherheitsprodukte verwenden, die alle von unterschiedlichen Herstellern stammen.

Obwohl dieses Szenario zugegebenermaßen durchaus Herausforderungen birgt, sprechen einige Vorteile für die Einrichtung von solchen maßgeschneiderten Systemen, bei denen Produkte verschiedener Hersteller verwendet werden. Anbieter, deren Software und Hardware mit anderen Herstellern und älteren Modellen kompatibel sind, sorgen dafür, dass sich die Wettbewerbsbedingungen immer mehr angleichen. Um für die Kunden attraktiv zu bleiben, müssen die Anbieter ähnliche Produkte fertigen, die ihre Endbenutzer verstehen können. Dadurch wurde es umso wichtiger, benutzerfreundliche und einigermaßen ähnliche Produkte zu liefern. Heute weisen die meisten Softwareangebote unabhängig vom Hersteller dieselben Grundkonzepte und Attribute auf, um dem Endbenutzer eine einfache Implementierung zu bieten. Ein weiterer Vorteil herstellerübergreifender Umgebungen ist die Sicherheit. Es ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, mehr als einen Hersteller zu haben, besonders wenn es um das Monitoring geht. Wenn ein System nicht funktioniert, muss man sich auf ein anderes System verlassen können, um Probleme zu erkennen und einen reibungslosen Betrieb des Systems sicherzustellen. Die Implementierung von IT-Sicherheitsmanagement-Produkten von verschiedenen Herstellern ist eine Best Practice, um die Geschäftskontinuität sicherzustellen.

Das Biest zähmen

Glücklicherweise sind sich die Hersteller dieser Veränderungen auf dem Markt bewusst und gewöhnen sich langsam an die Idee, dass die Loyalität der Kunden ab- und die Opportunität zunimmt. Gleichzeitig gibt es herstellerunabhängiges Management und zentralisierte Monitoring-Tools, die es einem ermöglichen, die vorhandene IT-Umgebung zu vereinfachen und das Risiko durch die Einführung von Technologien neuer Anbieter zu reduzieren. Viele Unternehmen, die heterogene Netzwerke betreiben, verwenden ein Tool für die Anzeige von Servern, ein anderes für die Darstellung von Netzwerken und wieder ein anderes für die Virtualisierung. Wenn sich nicht die gesamte Infrastruktur anzeigen lässt, wächst das Risiko, mögliche Schwachstellen oder die Ursache für einen Leistungsengpass oder ein Bandbreitenproblem zu übersehen. Die Vereinfachung durch eine zentralisierte Überwachung ermöglicht die Prognose, Planung und bessere Vorausschau von Problemen. Am wichtigsten ist es, ein Tool zu finden, das die Überwachung und Verwaltung aller beweglichen Teile mittels einer zentralisierten Lösung erlaubt. IT-Fachkräfte, die in einem heterogenen Netzwerk arbeiten, brauchen einfache Setup- und Virtualisierungsfunktionen und die Möglichkeit, alles abbilden zu können. Mit einem zentralisierten Überwachungssystem können das Netzwerk, die Sicherheit und die Virtualisierung in Silos angezeigt werden, während gleichzeitig der Zustand der gesamten Infrastruktur im Vergleich zu einzelnen und unkorrelierten Komponenten angezeigt werden kann.

Vereinfachung

 Die heutige Realität ist die herstellerunabhängige Lösung. Die Zeiten der One-Vendor-Shops sind lange vorbei und IT-Fachkräfte passen sich an die neuen Hybridsysteme durch die Investition in intelligente Tools an. Diese „Frankenstein“-Netzwerke können beim Management erhebliche Anfangsschwierigkeiten bereiten, tragen jedoch letztendlich zu optimaler Leistung und besserer Funktionalität für Endnutzer bei. Durch die Nutzung umfangreicher Management- und Monitoring-Tools können die heutigen Technikexperten ihre herstellerunabhängigen Umgebungen optimieren und die zukünftige Einführung von Technologien besser planen.

Destiny Bertucci, Head Geek bei SolarWinds

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