2020 wird das Jahr der Software-Definierung

30. Januar 2020

Die nächste Dekade könnte für Unternehmen mit Inhouse-Softwareabteilungen sehr interessant werden. Mit der Digitalisierungswelle des letzten Jahrzehnts wurde das Fundament für die kommenden Entwicklungen geschaffen. Zahlreiche Unternehmen haben bereits in Technologien wie DevOps, AIOps oder Serverless investiert. Im nächsten Schritt gilt es, die Digitalisierungsprojekte mit den zur Verfügung stehenden Technologien umzusetzen. Experten von New Relic erklären, was Unternehmen im neuen Jahr erwartet.

Unternehmen kommen bei zunehmender Digitalisierung nicht mehr am Thema DevOps vorbei. Obwohl die Mitarbeiter im Operations-Bereich in den vergangenen Jahren vermehrt in den Fokus rückten, ist es nun an der Zeit, dass Unternehmen sie gezielt fördern – und fordern. Da die Technologie und Automatisierungsprozesse immer ausgereifter werden, ist das Ops-Fachpersonal mit komplexeren Herausforderungen konfrontiert.

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„Bei New Relic werden DevOps- und Site-Reliability-Entwickler bereits in das Produktteam integriert“, sagt Tori Wieldt, Senior Solutions Manager bei New Relic. „Es gibt Site Reliability Professionals, die sich darauf fokussieren, Reibungspunkte für Entwickler zu beheben, Langzeitskalierbarkeit zu entwickeln und sich regelmäßig mit Software-Architekten zu vernetzen, um die Zuverlässigkeit von Services oder Features von Beginn an zu überwachen.“

Obwohl sich die meisten Unternehmen bereits über die Vorteile von DevOps im Klaren sind und bereits eine Fülle davon implementiert hat, sind die wenigsten DevOps-Aktivitäten auf das jeweilige Unternehmen präzise abgestimmt. In Deutschland hat dies bisher nur etwa ein Fünftel der in Frage kommenden Unternehmen geschafft.

Mittlerweile möchte jedes zehnte Unternehmen laut einer New Relic-Studie innerhalb kürzester Zeit DevOps einführen möchte, erklärt sich auch die erhebliche Nachfrage an Fachkräften für diesen Bereich. Denn die Umsetzung sollte auf jeden Fall in die Hände von Spezialisten gegeben werden, die sich um die Feinabstimmung der DevOps-Aktivitäten kümmern.

AIOps hebt DevOps auf ein neues Level

Ein möglicher Weg, um DevOps-Aktivitäten zu unterstützen, ist der Einsatz von AIOps. „In diesen Teilbereich der künstlichen Intelligenz wird 2020 verstärkt investiert werden“, prognostiziert Guy Fighel, General Vice President und Product General Manager, Applied Intelligence bei New Relic. „IT-Spezialisten erkennen mittlerweile die langfristigen Vorteile von AIOps und wie sie die Bemühungen von DevOps-, Service-Desk- und Info-Sec-Teams gemeinsam unterstützen können. Mit AIOps können IT-Spezialisten beispielsweise Downtimes reduzieren und von Beginn an eingreifen und unterstützen.“

Die AIOps-Technologie wird immer ausgereifter. Verschiedene AIOps-Tools können vermehrt individuell auf die Nutzer zugeschnitten werden. „Wir erwarten, dass Anbieter im kommenden Jahr datenquellenunabhängige AIOps-Tools einführen werden. Je mehr verschiedene Daten in eine AIOps-Plattform aufgenommen werden, desto nützlicher werden die Erkenntnisse, die darauf basierende Algorithmen liefern können.“ Diesen Fortschritt könnte man auch als „Offenheit“ der Datenplattform bezeichnen. „Wir erwarten verstärktes Reengineering der zentralen Datenplattformen, um eine größere Bandbreite an Datentypen und Datenquellen aufnehmen zu können. Das ergibt letztendlich eine höhere Transparenz.“

Fokus auf die Geschäftslogik

Eine weitere Möglichkeit, die Softwareentwicklung voranzubringen, ist die intensivere Nutzung von Functions-as-a-Service (FaaS). Dabei wird alles unterhalb der Geschäftslogik – beispielsweise Server, Betriebssystem oder Laufzeitumgebung – als gegeben betrachtet.

Da Entwickler ihren Fokus auf das Schreiben von Geschäftslogik lenken, anstatt ihre Zeit für alltägliche Dinge wie Routing oder Skalierungen zu verwenden, lassen sich durch FaaS Innovationen schneller einführen – ein deutlicher Vorteil für Unternehmen.
Verschiedene FaaS-Anbieter bieten bereits Workload-Sets an. Ein Cloud-Anbieter hat beispielsweise kürzlich ein Feature hinzugefügt, mit dem parallele Versionen bereitgestellt werden können, um Kaltstartzeiten zu vermeiden. So ist man in der Lage, die Startzeit der verschiedenen Versionen auf zehn Millisekunden zu minimieren. Ein weiteres Feature hat die maximale Ausführungszeit einer einzigen Funktion auf eine Stunde ausgeweitet – der Branchenstandard ermöglicht nur ein Viertel der Zeit. So können Softwareentwickler auch komplexere Aufgaben angehen.

„Ich glaube wir werden 2020 weitere Entwicklungen in diese Richtung sehen – wie etwa Möglichkeiten für ressourcenintensivere und längerfristig laufende Funktionen, die mit Event-getriebenen funktionalen Ausführungsmustern kompatibel sind“, sagt Andrew Tunall, General Manager, New Relic Serverless & Emerging Cloud Services.

Technologien für den Unternehmenserfolg bündeln

Eine umfassende Cloud-basierte Instrumentierungsplattform wie New Relic One ermöglicht es Unternehmen die genutzten Technologien zu bündeln. Alle Vorgänge in den Bereichen DevOps, AIOps und Serverless können so gleichmäßig überwacht und kontrolliert werden. Dadurch sind Unternehmen in der Lage, ihre Digitalisierungsprojekte und Software-Aktivitäten zu optimieren und Innovationen in 2020 schneller umzusetzen. (rhh)

New Relic

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