Netzwerkswitch mit flexiblen Management-Funktionen

5. März 2019

Das Augenmerk der Systembetreuer liegt im Netzwerkbereich oftmals auf den sicherheitskritischen Komponenten und den Endpoints. Denn Fehler oder Sicherheitslücken an diesen Stellen sorgen für schwerwiegende Probleme im Netzwerk. Allerdings sollten die Administratoren den Fokus nicht alleine auf den Bereich „Security“ legen, sondern auch auf die „vermeintlich unsichtbaren“ Komponenten legen – wie etwa Netzwerk-Switche. Das Lab-Team von NT4ADMINS hat ein 24-Port-Modell von Inline (Modellnummer 32324P) im Testlabor unter die Lupe genommen.

Anzeige
it clientmanagement ad

Der Inline Gigabit Netzwerk Switch kann bei bedarf in einem 19-Zoll-Rack untergebracht werden, als Stromversorgung wird ein 3-Pin-Kaltgerätekabel benötigt. Auf der Vorderseite ist auf der Linken Seite eine OSD (On Screen Display) verbaut, und auf der rechten Seite befinden sich die 24 Netzwerk-Ports. Zudem ist das getestete Modell mit zwei SFP-Ports (Small Form-factor Pluggable) versehen. Mit diesen können die entsprechenden Netzwerkkomponenten auf über 20 Kilometer vernetzt werden. Auf diese Weise lässt sich der Switch komfortabel an das Unternehmensnetzwerk angebunden werden. Die 24 kupferbasierten Netzwerk-Ports bieten GBit-Ethernet (Vollduplex). Zudem wird Power-over-Ethernet (PoE+ genauer gesagt IEEE 802.3at-2009) unterstützt. Dabei erkennt der Switch selbstständig, ob angeschlossenen Geräten PoE bereitgestellt werden kann beziehungsweise soll. Auch bietet das Gerät eine Echtzeitüberwachung (pro Port). Dank der OSD-Anzeige direkt am Gerät können die Systembetreuer schnell und effizient feststellen, welche Ports eine Verbindung aufweisen, ob ein PoE-Gerät angeschlossen ist, welche Übertragungsgeschwindigkeit verwendet wird, und ob aktuell Datenpakete übertragen werden. Das Menü des OSD lässt sich dabei mit zwei kleinen Buttons bedienen.

Integrierte Verwaltung

Switches dienen als zentrale Netzwerkkomponenten im Unternehmensnetzwerk und stelle wichtige Netzwerkfunktionen wie durchgängige Videoüberwachung oder unterbrechungsfreie VoIP-Verbindungen (Voice over IP). Flüssige Datenverbindung vom Telefon über die Netzwerkswitches bis hin zu den VoIP-Provider werden dabei vorausgesetzt, damit VOIP-Telefonate sauber abgewickelt werden. Aber auch Funktionen wie eine Lüfterregelung ist dabei interessant. Denn unter „Volllast“ stellt das System insgesamt 380 Watt zur Verfügung, die entsprechend erzeuget Wäre muss schließlich abgeleitet werden.

Inline switchSimple Montage

Das LAB-Team setzte den Switch in einem 19-Zoll-Netzwerkverteiler ein. Dazu montieren die Techniker die entsprechenden Halterungen per Gewindeschraube am Switch, und positionieren das Gerät im 19-Zoll-Rack. Mit vier Schrauben wird der Switch fixiert, das System per Kaltgerätestecker angeschlossen und der Switch gestartet. Im Anschluss daran wurden mehrere Netzwerkdosen über ein Patchpanel angebunden, und mit kurzen Rangierkabel an dem Switch angeschlossen. Danach konnte das LAB-Team mit der Netzwerkinstallation fortfahren.

PoE wird automatisch erkannt

Am Switch testete das Lab-Team unterschiedliche Geräte. Testweise wurden WLAN-Accesspoints von Zyxel (Modellbezeichnung NWA1123-AC PRO), VOIP-Telefone, Samsung-TVs und ein HP-Notebook per Netzwerkkabel verbunden. Dabei zeigte sich, dass PoE-fähige Geräte automatisch erkannt, und sauber mit Strom versorgt wurden. Das war beispielsweise mit dem Zyxel-Wlan-Access-Point der Fall.

Transferraten

Inline switchDer Switch sorgte für eine zuverlässige und stabile Netzwerkverbindung mit einer Transfergeschwindigkeit von etwa 90 MByte/s (netto) bei der Datenübertragung von größeren Video-Dateien (zwischen zwei PCs). VOIP, Internetverbindungen, oder kleinere Datenübertragungen werden ebenfalls zuverlässig und schnell abgewickelt.

Spezifikationen

  • Standards: IEEE 802.3 10Base-T, IEEE 802.3u 100Base-TX, IEEE 802.3ab 1000Base-T, IEEE 802.3z 1000BASE-X Gbit/s Ethernet over Fiber-Optic, IEEE 802.3x Full Duplex and flow control, IEEE 802.3af Power over Ethernet, IEEE 802.3at Power over Ethernet Plus
  • Ports: 24x 10/100/1000Base-T RJ45, Auto-MDI/MDI-X, 2x 1000Mb/s SFP
  • PoE-Ports: 1-24
  • PoE-Budget: 380W
  • Gesamtleistung: 420W
  • LCD-Anzeige: Echtzeitanzeige des PoE-Betriebszustands
  • PoE-Ausgangsleistung: Pro Port max. 32 Watt
  • LED-Anzeigen: PWR, LNK/ACT PoE
  • Netzwerkkabel: 10BASE-T: UTP Kategorie 3, 4, 5 Kabel (<=100m)
  • 100BASE-TX: UTP Kategorie 5, 5e Kabel (<=100m)
  • 1000BASE-T: UTP Kategorie 5, 5e Kabel (<=100m)
  • 1000BASE-SX: MMF, SMF
  • MAC-Adresstabelle: 8K, automatisches Lernen, automatische Updates
  • Jumbo Frame: 9216 Bytes
  • Paket-Puffer: 4,1Mbit
  • Übertragungsart: Store-and-forward
  • Paketweiterleitungsrate: 38,69Mpps
  • Bandbreite: 52G
  • Anzahl Lüfter: 3
  • Abmessungen (B x T x H): 440x232x45mm
  • Gewicht: ca. 3,7kg
  • Spannungsaufnahme: 100~240V AC, 50/60Hz
  • Umgebungsbedingungen: Betriebstemperatur -10-60°C, Lagertemperatur -40-70°C, Luftfeuchtigkeit im Betrieb 10-90% nicht kondensierend, Luftfeuchtigkeit bei Lagerung 5-90% nicht kondensierend
  • Überspannungsschutz: ± 6KV

Zusammenfassung

Mit dem Switch von Inline veredeln die Systembetreuer ihre Netzwerkverteilerschränke und Server-Racks. Dabei macht das Gerät sowohl in kleineren Schränken (etwa als „Etagenverteiler“), als auch im Serverrack eine gute Figur. Dank den 24 kupferbasierten Netzwerk-Ports und den FC-Anschlüsse lässt sich der Inline-Switch flexibel einsetzen. PoE-Geräte werden zuverlässig erkannt. Das OSD ermöglicht den Administratoren einen Überblick direkt beim Verkabeln. Auf diese Weise können Probleme oder fehlerhafte Geräte schnell und sicher erkannt werden. Der Switch macht dabei sowohl bei hohen Anforderungen an die Latenz (etwa VOIP) als auch bei größeren Dateien (Videostreaming, Datei-Kopien per Netzwerk) eine gute Figur. Der Preis für das System liegt laut der Inline-Webseite bei etwa 330 Euro

Florian Huttenloher

 

Lesen Sie auch