Workshops simulieren Frontier-AI-Angriffe, ihre Abwehr und die anschließende Recovery der IT
23. Juli 2026
Bei dem Workshop-Format „Minutes to Recovery“ handelt es sich um eine szenariobasierte Simulation der Cyber-Resilienz. Dabei übernehmen die Teilnehmer die Rolle der Hacker und führen mithilfe von Frontier-KI-Tools eigene Angriffe durch. Anschließend müssen sie unter Zeitdruck den Angriff abwehren und Systeme sowie Daten wiederherstellen. So testen sie ihre eigenen Resilienz-Fähigkeiten bei KI-gesteuerten Cyber-Angriffen, bevor eine derartige Attacke das eigene Unternehmen trifft.
Die Zeitspanne, nach deren Ablauf Hacker entdeckte Schwachstellen ausnutzen, ist dramatisch geschrumpft: Laut CrowdStrike 2026 Global Threat Report von einigen Tagen auf rund 29 Minuten im Jahr 2025. Angesichts immer schneller ablaufender Angriffe benötigen die Verantwortlichen für Cyber-Sicherheit und -betrieb mehr als nur Wiederherstellungspläne – sie müssen ihre Bereitschaft zur Recovery nachweisen können.
Die „Minutes to Recovery“ bieten den Teilnehmern eine praxisorientierte Live-Simulation, in der Sicherheits- und IT-Teams ihre Bereitschaft zur Abwehr von Bedrohungen durch Frontier-KI unter realen Bedingungen auf die Probe stellen können. Im ersten von drei Kapiteln übernehmen die Teilnehmer die Rolle des Angreifers und führen einen KI-gesteuerten Angriff durch.
Dabei nutzen sie gängige Frontier-KI-Tools, die auch von heutigen Cyber-Kriminellen eingesetzt werden. Dies vermittelt den Teilnehmern realistische Einblicke in das Verhalten beschleunigter KI-gesteuerter Angriffe: Sie erfahren, wie schnell sich die KI im Opfernetz bewegt, wie personalisiert Phishing-Versuche sind und wie rasch ihre Urheber die Backup-Infrastruktur ins Visier nehmen.
Danach wechseln die Teilnehmer die Rollen und stehen vor der Aufgabe, den KI-gesteuerten Angriff abzuwehren. Dabei müssen sie unter Zeitdruck Entscheidungen treffen – mit nur unvollständigen Informationen und konkurrierenden Prioritäten. Schließlich übernehmen sie die Rolle des Recovery-Experten, der Systeme und Daten in einen nachweislich sauberen Zustand zurückversetzen muss, ohne dabei die Bedrohung unerwünscht ebenfalls wiederherzustellen.
Indem die Teilnehmer alle drei Perspektiven einnehmen, gewinnen sie ein Verständnis dafür, was ihnen jede einzelne Phase abverlangt. Sie erkennen, in welchen Momenten sie sich teamübergreifend abstimmen müssen und an welchen Problemen sie unter realem Druck scheitern könnten. Diese Erfahrung hilft den Teams, kritische technische und operative Schwachstellen in ihren Wiederherstellungsplänen aufzudecken, die funktionsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und Vertrauen in ihre Fähigkeit zu gewinnen. Darauf aufbauend können sie im Ernstfall effektiv reagieren.
„Minutes to Recovery“ ist als zweistündige Präsenzveranstaltung konzipiert und ist in sechs Sprachen verfügbar. Der in diesem Format ermittelte Benchmark für die „Mean Time to Clean Recovery“ (MTCR) liefert den Teilnehmern ein praxisnahes Messergebnis ihrer Recovery-Fähigkeit – basierend auf der tatsächlichen Leistungsfähigkeit unter Stress anstatt auf bloßen Annahmen in einem Planungsdokument.
Anna Griffin ist Chief Market Officer bei Commvault.