SEP sesam: Geeignet für minimale Backup-Fenster

20. Dezember 2013

SEP Bare Metal dissimilar Hardware Restore  für Windows gibt Administratoren ein mächtiges und flexibles Werkzeug in die Hand, um Systeme auf anderer Hardware problemlos wiederherstellen zu können. Die Migration von Servern oder Workstations auf unterschiedliche Hardware oder auf virtuelle Umgebungen wird damit ebenfalls unterstützt. SEP sesam operiert dabei auch in heterogenen Umgebungen und führt plattformübergreifend und unternehmensweit Sicherung und Wiederherstellung von Systemen oder auch einzelnen Objekten aus. Die Unterstützung des Hyper-V 3 zeichnet SEP sesam in der aktuellen Version (4.2) aus.

Bild 2. Funktionalität von SEP sesam im Zusammenspiel mit Hyper-V; Quelle: SEP

Das Thema Ausfallsicherheit verliert nicht an Bedeutung – im Gegenteil: Ein Ausfall der IT-Umgebung kostet Unternehmen immer noch mehr Umsatz. Daher gewinnen Lösungen an Bedeutung, die es dem Administrator sehr einfach und somit auch schnell erlauben, „nicht mehr vorhandene“ Ressourcen wiederherzustellen.

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Daher ergeben sich Anforderungen, bei denen die traditionellen Sicherungslösungen nicht mehr die erste Wahl sind. Zu den aktuellen Herausforderungen gehören:

Die Sicherungsläufe müssen bereits soweit optimiert sein, dass sie die Wiederherstellung optimal unterstützen. Die Wiederherstellung von einzelnen Objekten stellt eine notwendige Bedingung dar – also einzelne Mails, einzelne Einträge in Datenbanken und einzelne Dateien sollten wiederherstellbar sein.

Im Zuge des Einsatzes von Virtualisierungslösungen auf breiter Front, sollten alle Spielarten der Transformation von physischen und virtuellen Systemen unterstützt werden (P2V, V2P, V2V). Zudem  gilt es in Produktivumgebungen, mehre Hypervisor-Plattformen (wie vSphere, Hyper-V und Xenserver ) zu bedienen und am besten auch gleich eine einheitliche Verwaltungsumgebung für die Themen Backup und Recovery sowie Disaster Recovery vorzuhalten.

Das Thema Backup-Geschwindigkeit darf ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, denn die Sicherung muss im laufenden Betrieb erfolgen – und dabei müssen wichtige Applikationen (Exchange, Sharepoint oder SAP) und Datenbanken (SQL Server, Oracle, DB2, etc.) Unterstützung finden. Vor allem in virtualisierten Serverumgebungen bleibt nicht viel freie Zeit oder Kapazität: Die ehemals komfortablen Backup-Fenster dauern keine ganzen Nächte mehr, daher muss die Sicherung schnell erfolgen.

Vor diesem Hintergrund hat sich SEP sesam etabliert. In der aktuellen Version 4.2 erweist sich das System  als ist eine unternehmensweite Backup-, Restore- und Disaster-Recovery-Lösung. Deduplizierung und Replikation von Daten, auch über verteilte Standorte hinweg gehört, wie die Archivierung, zu den Merkmalen der Software. Die Migration von Daten auf die unterschiedlichsten Speicher-Technologien erfolgt automatisch nach Zeitplan. Zu den Neuerungen der Version 4.2 gehören die folgenden Funktionen:

Bild 2. Funktionalität von SEP sesam im Zusammenspiel mit Hyper-V; Quelle: SEP

Zu den Neuerungen der Version 4.2 von SEP sesam gehören die folgenden Funktionen:

  • Hot-Backup für kritische Datenbank- und Groupware-Anwendungen: Bei Datenbanken und Anwendungen (DB2, Informix, MS SQL, mySQL, Oracle, SAP R / 3 usw.) wird die Wiederherstellung zu einem vordefinierten Zeitpunkt (PIT-Recovery) unterstützt und bei Groupware Anwendungen zum Beispiel die Single Mail Rücksicherung. So gibt es zum Beispiel eine vollständige und unterbrechungsfreie Sicherung von Exchange-Datenbanken und Mailbox-Komponenten, einschließlich inkrementeller Mailbox-Backups. Bei Microsoft-Umgebungen benutzt die Sicherungssoftware die Volume Shadow Copy Services (VSS).
  • Speziell in  Microsoft-Umgebungen spielt SEP sesam einige Vorteile aus. Dabei können virtuelle Server-Infrastrukturen (VMware, Hyper-V, Citrix Xenserver) in ein unternehmensweites Datensicherungskonzept integriert werden. Auf den Virtualisierungsplattformen arbeitet die Software mit den Snapshots von virtuellen Maschinen. Diese werden nach dem Erzeugen ohne Zwischenspeicherung auf die Medien übertragen.
  • Die von Microsoft zertifizierte Datensicherungssoftware sichert alle Microsoft-Komponenten, um zuverlässige, schnelle und vollständige Rücksicherungen von allen Windowskomponenten zu ermöglichen. Mit dem Command Line Interface (CLI) und der Powershell kann der Anwender einfach eigene Kommandos für Pre-/Post-Prozesse, Benachrichtigungen usw. erstellen. Bei der Unterstützung von kritischen Anwendungen ist nun das Backup von Exchange 2010 Database Availability Groups (DAG) machbar. Damit werden Hot-Backups von Database Availability Groups möglich, um die Auslastung der aktiven Exchange-Datenbanken zu reduzieren.
  • Die effektive Verwaltung der Backup-Savesets und spezielle Suchalgorithmen beschleunigen das Wiederherstellen von Anwendungen. Bei der Lesbarkeitsprüfung der Speichermedien werden diese Medien gelesen und auf Richtigkeit überprüft. Die Ergebnisse werden für die Revisionssicherheit protokolliert. Mit der Saveset Replikation werden je nach Anforderung Datenblöcke von Remote Standorten synchronisiert und in den Savesets gespeichert.
  • Die interne Architektur von SEP sesam erlaubt es theoretisch, über unbegrenzt viele parallele Datenströme von Anwendungsservern gleichzeitig Daten sichern. Dieser Ansatz reduziert das Backup-Zeitfenster und erhöht das Datensicherungsvolumen. Ein weiterer Faktor für schnellere Sicherungsläufe ist die Deduplizierung von Daten, um das Datenvolumen zu minimieren.
  • Die Migration und die Duplikation von Daten auf unterschiedliche Datenträger (DISK-to-DISK-to-TAPE) bringt in der Praxis viele Vorteile: Ein Beispiel dafür wäre, während des Backup-Zeitfensters schnell die Daten auf Festplatten zu speichern und danach auf Bandmedien weiterzusichern (und anschließend auszulagern).
  • Die neugestaltete grafische Benutzerschnittstelle ist für weit verzweigte IT-Infrastrukturen optimiert. So lassen sich zum Beispiel Backup Clients gruppieren, ein- und ausblenden usw. Zahlreiche Filtermöglichkeiten kommen den Wünschen vieler Administratoren in großen Unternehmen entgegen.

Bare Metal Recovery

Müssen Administratoren viele Systeme verwalten, haben sie nur allzu oft die Erfahrung gemacht, dass Speichermedien in Servern häufig ausfallen. Mit SEP sesam Bare System Recovery ist die Wiederherstellung von kompletten Systemen nach einem Totalausfall keine Herkules-Aufgabe mehr.

Die SEP Disaster Recovery-Lösungen ermöglichen nach dem Austausch einer Systemplatte oder der kompletten Computer-Hardware die Wiederherstellung eines Systems zur vollen Betriebsbereitschaft innerhalb weniger Minuten. Laut Anbieter dauert die Wiederherstellung eines Systems zwischen 10 und 30 Minuten, je nach Datenvolumen, Hardware und Netzwerk-Performance. Zusammen mit der SEP sesam Backup-Software steuert SEP sesam Bare System Recovery (BSR dissimilar Hardware)  die Wiederherstellung von Betriebssystemen, aller Daten und Benutzerinformationen auchauf unterschiedlicher Hardware-Ausstattung nach einem Ausfall.

SEP sesam BSR bietet die Möglichkeit schnell und umfassend Backup-Clients ohne vorherige Partitionierung oder Installation eines Betriebssystems mit einem boot-fähigen SEP BSR Medium wiederherzustellen. Die Restaurierung des gewählten Backup-Clients wird zentral durch den SEP sesam Server gesteuert und ist verfügbar für Linux und Windows-Betriebssysteme. SEP Bare-Metal-Recovery-Lösungen sind vollständig in das SEP sesam Backup-Konzept integriert. Mit der zentralen Administration stehen alle Unternehmensdaten für eine schnelle und vollständige Wiederherstellung aller Systeme zur Verfügung.

Unterstützung für den Hyper-V

Die hohen Standards bei der Sicherung von Windows-Systemen wurde für das Hyper-V Hot-Backup-Modul übernommen. Daraus ergibt sich eine passende Lösung für alle Anwender des Microsoft-Hypervisors. Die übersichtliche Darstellung der Hyper-V-Infrastruktur in der Management-Oberfläche  von SEP sesam zeigt die verfügbaren virtuellen Gäste und deren Status an. Sie vereinfacht die Planung und Ausführung der automatisierten Backup-Prozesse.

Rainer Huttenloher

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