Schnelleres Fundament für KI im Produktivbetrieb
27. Oktober 2026
Unternehmen und Service-Provider sollen KI im Produktivbetrieb schneller bereitstellen sowie skalieren und dabei KI-Kosten senken können. So lautet die Grundidee hinter der Erweiterung des KI-Ökosystems von Nutanix. Dabei kommen NVIDIA, Supermicro und Netris mit ins Boot.
Auf der Konferenz NVIDIA GTC hat Nutanix bekanntgegeben, gemeinsam mit NVIDIA, Supermicro und Netris KI-Lösungen zu entwickeln. Sie sollen die Infrastruktur vereinfachen, die für KI im Produktivbetrieb nötig ist, und Unternehmen helfen, zusätzliche Fähigkeiten schneller bereitzustellen. Durch die Kombination will Nutanix Unternehmen dabei unterstützen, produktive und hoch skalierbare KI-Umgebungen effizienter aufzubauen und zu betreiben.
Je mehr Unternehmen KI-Workloads in den Produktivbetrieb bringen, desto stärker können Kapazitätsengpässe und betriebliche Komplexität das Bereitstellungstempo drosseln. Mit der wachsenden Nachfrage nach produktiver KI geraten Unternehmen unter Druck, immer komplexere Infrastrukturen schneller bereitzustellen und aus KI-Investitionen echten Geschäftsnutzen zu ziehen.
Nutanix arbeitet mit einem breiten Ecosystem an Infrastruktur- und Halbleiterpartnern zusammen, um den Weg zu diesem Ziel zu vereinfachen. Unternehmen sollen produktive KI- und Agenten-Workloads schneller in Betrieb nehmen, Neoclouds und Service-Provider die mandantenfähigen KI-Services für ihre Kunden besser skalieren können.
Unternehmen brauchen mehr als eine moderne Infrastruktur, um Agentic AI in den Produktivbetrieb zu bringen. Experten sind der Überzeugung, dass man eine KI-Cloud benötigt, die Intelligenz, KI-Agenten, Unternehmensanwendungen und Daten über CPUs, GPUs, virtuelle Maschinen, Container, On-Premises-Umgebungen und die Cloud hinweg auf einfache Art und Weise miteinander verbindet.
Die Ankündigungen im Überblick:
- Agentic AI mit NVIDIA Vera: Nutanix plant, gemeinsam mit NVIDIA auf Day-Zero-Support für Vera hinzuarbeiten und dessen CPU-Fähigkeiten mit Nutanix-Software zu verbinden. NVIDIAs CPU-Architektur soll zusammen mit der Nutanix Kubernetes Platform (NKP) auf Bare Metal ein berechenbares Fundament mit niedriger Latenz für den Betrieb anspruchsvoller KI-Agenten bieten.
- Schnellere KI-Bereitstellung und Kostenkontrolle mit Supermicro: Nutanix und Supermicro kündigen Pläne für die gemeinsame Entwicklung eines Systems an, das standardisierte Supermicro-Server mit der Full-Stack-Software von Nutanix für Agentic AI kombiniert. Kunden sollen die Bereitstellung von privaten Inferenzumgebungen für mehr Sicherheit und niedrigere Token-Kosten vereinfachen und beschleunigen können.
- Mandantenfähige KI-Infrastruktur auf Bare Metal und in virtualisierten Umgebungen mit Netris: Die Nutanix Cloud Platform und die Network Automation, Abstraction, and Multitenancy (NAAM)-Plattform von Netris sollen die Bereitstellung von mandantenfähigen KI-Infrastrukturen durch Netzwerkautomatisierung, strikte Mandantentrennung und Self-Service-Netzwerkbetrieb sowohl auf Bare Metal als auch in virtualisierten Umgebungen vereinfachen. Mit der integrierten Lösung werden KI-Cloud-Anbieter GPU-Infrastruktur als Service in einer einheitlicheren, Cloud-ähnlichen Umgebung bereitstellen können.
Agentic AI auf CPU-Ebene
Setzen Unternehmen Agentic AI mit hoher Skalierung ein, dürften sie eine Infrastruktur benötigen, die zunehmend anspruchsvolle Workloads in der gesamten KI-Umgebung unterstützt und nicht nur GPU-intensive Aufgaben. Agentische Anwendungen kombinieren Inferenz mit Tool-Aufrufen, Code-Ausführung, Retrieval, Orchestrierung und der Verarbeitung von Ergebnissen. Mit der Skalierung dieser Workflows dürfte die CPU-Leistung entscheidend dafür werden, die Schritte zwischen den GPU-Operationen abzuschließen, Verzögerungen zu verringern und die Gesamteffizienz von KI-Fabriken zu maximieren.
Damit dieser kritische Rechenpfad nicht zum Flaschenhals wird, plant Nutanix, auf Day-Zero-Support für NVIDIA-Vera-CPUs hinzuarbeiten. Diese Unterstützung soll zunächst für NKP Bare Metal gelten und damit hochgradig Performance-kritische KI-Fabrik-Umgebungen adressieren. Die Unterstützung auf virtualisierte Nutanix-Umgebungen auszuweiten, ist in Planung.
Die Zusammenarbeit dient dazu, NKP (Nutanix Kubernetes Platorm) mit NVIDIAs speziell entwickelter CPU-Architektur, die auf die schnelle Ausführung von Agenten und auf geringere Latenzen ausgelegt ist, sowie mit NVIDIA OpenShell zu verbinden, das sichere, private Laufzeitumgebungen für Agenten schafft. Unternehmen sollen dadurch ein berechenbares und leistungsstarkes Fundament für ihre anspruchsvollsten KI-Agenten erhalten. Die Unterstützung soll ihnen mehr Flexibilität bei der sicheren Bereitstellung von Agentic AI geben und gleichzeitig den Betrieb durch ein konsistentes Cloud-Betriebsmodell vereinfachen.
Thomas Cornely ist Executive Vice President für das Product Management bei Nutanix.