Omnistack 3.5 unterstützt Hyper-V

5. April 2016

Mit der Version 3.5 des „OmniStack Data Virtualization Platform“ hat Simplivity die Basistechnologie seiner Hyperkonvergenz-Lösung verbessert. Dazu gehört die Unterstützung für ausgedehnte Multi-Node-Cluster („Stretched Cluster“). Sie soll die Verfügbarkeit und Stabilität der IT auf Omnistack-Basis in großen Campus-Rechenzentren optimieren, die sich auf mehrere Standorte erstrecken. Zudem bringt diese Version die Unterstützung für den Microsofts Hypervisor „Hyper-V“ – ab dem kommenden Windows Server 2016.

Mittlere und große bzw. sehr große Unternehmen profitieren besonders von der optimierten Workload-Verteilung bei Omnistack 3.5. Der „Intelligent Workload Optimizer“ analysiert genau, wie und wo welche Virtuellen Maschinen (VMs) laufen, und wie man die jeweilige Belastungsstruktur optimieren kann. Bei Omnistack lassen sich über ein Clustering (bis zu acht Knoten) und durch das Zusammenschalten von großen Clustern (über das Federation-Konzept) große Ressourcen-Pools – CPU-Kerne, Arbeitsspeicher und Sekundärspeicherplatz – erstellen.

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Jede VM läuft auf einem Knoten und hat einen Partner (im Falle einer Hochverfügbarkeitskonfiguration) auf einem weiteren. Daher ist es sehr wichtig, dass die aktiven VMs möglichst gleich verteilt sind. Früher war der Verteilungsalgorithmus vergleichsweise einfach: Wo am meisten freier Platz war, wurden die VMs zum Einsatz gebracht. Der neue Ansatz agiert wesentlich granularer und zieht die einzelnen Kenngrößen in Betracht. Das sind die CPU-Auslastung, die Memory-Benutzung und der Sekundärspeicherplatz (genauer gesagt der Ein-Ausgabe-Durchsatz) sowie die Lokalität der Daten: Liegen die Daten auf demselben Knoten wie die VM – dann handelt es sich um ein optimiertes Design. Zusätzlich wird auch der DRS (Distributed Resource Scheduler) von VMware unterstützt. Dieses Werkzeug verschiebt die VMs auch nach bestimmten Parametern, doch die intelligente Lastverteilung von Simplivity geht einen Schritt weiter.

Stretched Cluster

Besonders gefragt ist das Thema „Metro Cluster“ (wird auch als Stretched Cluster bezeichnet) im europäischen Bereich. Unternehmen möchten damit eine Hochverfügbarkeitslösung haben, bei der sich ein Cluster an zwei Standorten – über mehrere Kilometer entfernt – synchron spiegeln lässt. Hier hat Simplivity in der Version 3.5 nachgebessert: Bisher musste man immer „1:1“ spiegeln: also immer ein Knoten synchron auf einen anderen am zweiten Standort. Der durfte „1 ms“ weit entfernt liegen – das war auf Campus sehr einfach machbar, ebenso in einer Stadt mit mehreren Kilometern Strecke dazwischen.

Mit Version 3.5 wird das Spiegel einfacher. In der Regel kommen bei Omnistack-Konfigurationen Cluster mit bis zu acht Knoten zum Einsatz. Ab Version 3.5 kann man nun nach dem Ansatz „4:4“ clustern, wo auf jedem der beiden Standorte jeweils vier Omnistack-Knoten als ein „Stretched Cluster mit 4 + 4 Knoten“ zum Einsatz kommen.

Um eine weitreichende Automatisierung von Verwaltungsaufgaben bei Omnistack-Systemen zu erreichen, hat Simplivity für die Verwaltungsumgebung „Omni View“ eine REST-API erstellt. Damit können Unternehmen die Management-Funktionalitäten für die Omnistack-Systeme in ihre eigenen Tools integrieren. Denn viele Anwender nutzen eigene Werkzeuge, um ihre IT-Umgebung zu automatisieren. Dieses API wurde bereits für das Zusammenspiel mit den Management-Lösungen von Cisco, dem Integration UCS Manager und dem UCS Director verwendet und ist nun entsprechend auch für andere Tools einsatzfähig. Die Kommunikation der Verwaltungslösung mit den Omnistack-Systemen erfolgt verschlüsselt und somit gesichert.

In Bezug auf die Detailtiefe der Informationen über die Omnistack-Systeme zeigt das Omniview Management Dashboard genauer, wie die Ressourcen ausgenutzt sind, wie sich die VMs verhalten, und wie sich sogar proaktive Aktionen aufgrund der genauen Analyse ergreifen.

Unterstützung des Hyper-V

Generell lautete die Aussage von Simplivity gesagt: Die Omnistack-Technologie ist Hypervisor-unabhängig. Allerdings musste für die Portierung der Hyper-V-Unterstützung eine enge Integration der Beschleunigerkarte angegangen werden, um eine „identischer Ausbaustufe“ wie bei der Unterstützung von VMwares vSphere anzubieten – also inklusive aller Features von Omnistack (wie etwa die Disaster Recovery-Lösung).

Ab der Omnistack Version 3.5 lässt nun auch der Hyper-V von Microsoft einsetzen und wird voll unterstützt. Das soll aber erst mit dem Erscheinen des Windows Server 2016 der Fall sein, denn Simplivity wird diesen Hypervisor erst „ab Version Windows Server 2016“ supporten. Des Weiteren hat Simplivity seinen Omnistack in die Management-Tools von Microsoft integriert.

Rainer Huttenloher

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