Hochverfügbarkeit für bestehende VMs

11. Juni 2014

Wenn eine „normale“ virtuelle Maschine (VM) erst einmal auf einem Hyper-V-Host zum Einsatz gebracht wurde, lässt sie sich nicht mehr so einfach mit Hilfe des System Center Virtual Machine Manager (SC VMM) in den Status „hochverfügbar“ bringen. Da hilft nur der Umweg über das Migrieren der VM.

Bild 2. Nur der Umweg über das Migrieren der VM hilft. Quelle: Savill

Wenn der Administrator mit Hilfe des SC VMM eine virtuelle Maschine zum Einsatz bringt, besteht die Option, dass er diese VM als hochverfügbar klassifiziert und sie dann entsprechend verwendet. Dann wird diese VM auf dem Cluster-Speicher abgelegt und nur Host aus diesem Cluster kommen dann als Zielsysteme für den Einsatz der hochverfügbaren VM in Frage.

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Wenn der Systembetreuer aber nun eine VM nicht gleich als hochverfügbar anlegt, sie aber immerhin auf einem Host in einem Cluster-Verbund zum Einsatz bringt und wenn sie dann auch noch auf dem Cluster-Speicher liegt, dann könnte man denken, es wäre einfach, eine derartige VM nachträglich noch „hochverfügbar“ zu machen.

Doch wenn der Systembetreuer diese VM anhält und die Eigenschaften dieser VM ändern möchte, wird die Eigenschaft „Hochverfügbar“ ausgegraut sein (siehe Bild 1, hier auf einem englischsprachigen System zu sehen).

Der Grund dafür: Wird die VM erst einmal zum Einsatz gebracht, bekommt diese Eigenschaft den Status „Read Only“ – sprich sie lässt sich nicht mehr ändern. Daher kann man auf diese Art die VM nicht nachträglich hochverfügbar machen.

Bild 3. Beim Migrieren kann man die Hochverfügbarkeit angeben. Quelle: Savill

Doch es gibt eine Möglichkeit, wie sich das auch nachträglich bewerkstelligen lässt: Dazu muss man die Option „VM migrieren“ wählen – wie sie in Bild 2 zu sehen ist (auch auf einem englischsprachigen System).

Danach muss der Administrator im Hauptdialog zur Migration die Checkbox „Make this VM highly available“ (also „Diese VM hochverfügbar machen“) aktivieren und den Zielknoten im Cluster angeben. Hier ist allerdings zu beachten, dass man ein anderes System wählt als das System, auf dem die VM derzeit zum Einsatz gebracht wird. Doch das Zielsystem darf auch im selben Cluster liegen wie der Knoten, auf dem die VM derzeit liegt.

Wenn dann die Migration der VM abgeschlossen ist, wird sie die Eigenschaft „hochverfügbar“ aufweisen.

John Savill/rhh

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