Dateien nachträglich durch RMS schützen

7. Oktober 2013

Der Schutz des geistigen Eigentums eines Unternehmens erweist sich für viele Unternehmen als eine kritische Aufgabe. Doch oftmals unterstützen spezielle Applikationen, die in der Entwicklung oder Forschung zum Einsatz kommen, nicht die Option, sie durch die RMS (Rights Management Services) von Windows zu schützen. Somit stellt sich die Frage, wie sich Dateien, die von derartigen Applikationen erzeugt werden, sich nachträglich durch das RMS schützen lassen.

Nach der Enthüllung über die Abhöraktionen von „offiziellen Stellen“ durch Edward Snowden und der damit einhergehenden Möglichkeiten zur Wirtschaftsspionage gewinnt der Schutz des geistigen Eigentums von Unternehmen eine höhere Aufmerksamkeit. Im Bereich der Windows-Basierten Systeme gibt es das „Windows RMS“ (Rights Management Services).

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Doch nicht alle Applikationen unterstützen diese Art des Inhaltsschutzes von sich aus. Vor allem Anwendungen aus dem Bereich von Forschung und Entwicklung – wie etwa Simulationssoftware für Ingenieure – kennen die RMS nicht unbedingt „out oft he box“. Daher stellt sich die Frage, wie sich Dateien mit sensiblen Inhalten aus derartigen Softwarepaketen nachträglich mit Hilfe von RMS absichern lassen.

Nachträglicher Schutz durch Umweg

Hier kommt eine Hilfstechnologie mit in Spiel: das Dateiformat „XML Paper Specification“ (XPS) aus dem Hause Microsoft. Ab Windows 7 gibt es bei jedem Betriebssystem von Microsoft den XYPS Viewer und den Druckertreiber XPS Document Writer. Generell kann man sich das XPS als ein feststehendes Dokumentenformat vorstellen, das in gewisser Weise dem PDF ähnelt.

Ein Benutzer kann eine XPS-Datei erstellen, indem er das Drucken-Kommando seiner Applikation nutzt und dabei als Drucker den „Microsoft XPS Document Writer“ verwendet. Im Bild ist zum Beispiel gezeigt, wie man Mithilfe von Notepad (das keinen Schutz über die RMS erlaubt) eine XPS-Datei erzeugen kann. Dazu muss der Benutzer lediglich im Druckerauswahldialog den „Microsoft XPS Document Writer“ als Drucker angeben und dann die so erzeugte XPS-Datei auf dem System abspeichern.

Ist das XPS-Dokument angelegt, lassen sich über den XPS Viewer die nötigen Informationen zum Schutz durch RMS hinzufügen. Dazu muss der Anwender die XPS-Datei (sie besitzt üblicherweise die Dateiendung .oxps) mit dem XPS Viewer öffnen und dann über das Berechtigungen-Menü angeben, wer Berechtigungen bekommen soll, um auf das Dokument zuzugreifen (das ist im Unterpunkt „Berechtigungen festlegen“ zu erledigen).

Danach öffnet sich eine Dialogbox, über die man angeben kann, welche Benutzer in einer Organisation die Erlaubnis bekommen, sie die durch RMS geschützte Datei anzuschauen.

Jan DeClercq/rhh

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