BSI empfiehlt Adblocking zum Schutz vor Tracking und Malvertising

12. Juni 2020

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt Internetnutzern die Privatsphäre mit einem Adblocker zu schützen. Doch auch zwischen verschiedenen Adblocking-Tools gibt es Unterschiede: Das BSI hat eine Checkliste erstellt, die Nutzern hilft, einen Adblocker anhand von fünf Kategorien einzuschätzen.

Adblocker können durch das Blockieren von Werbung nicht nur Tracking verhindern, sie sind außerdem eine Möglichkeit, sich vor Schadprogrammen zu schützen, die über Werbebanner ausgeliefert werden, wie das BSI auf seiner Webseite erklärt. In seiner Checkliste verweist das BSI auf die Aspekte Transparenz, Datenschutz und IT-Sicherheit, Integrität, regelmäßige Updates und die Individualisierbarkeit der Produkte.

Anzeige
corp x optA

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Transparenz: Ein Adblocker sollte weder das Einfügen von Quellcode durch externe Quellen erlauben, noch in Webseiten eingebundene Werbeanzeigen durch andere Inhalte ersetzen. Die Integrität der Webseiten wird damit in vollem Umfang respektiert.

Ein weiteres Kriterium ist die Blacklist: Dabei sollten sinnvolle „Datenbanken“ zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel die EasyList. Diese wird von unterschiedlichen, überwiegend ehrenamtlichen Autoren betreut und aktualisiert. Eine Übersicht der bekannten Informationen zu den auswählbaren Filterlisten ist transparent einsehbar. Zudem sollten Nutzer in der Lage sein, zum Beispiel fehlerhaft geblockte Werbung über an das Tool zu melden.

Des Weiteren sind regelmäßige Updates und Open Source Code für einen Adblocker unabdingbar. Allerdings sollte dabei die Privatsphäre der Nutzer des Tools geschützt werden. Alle Nutzerdaten sollten ausschließlich lokal im Browser gespeichert werden.

Die volle Kontrolle über das Online-Erlebnis gehört in die Hände der Benutzer. Deshalb sollte jeder Nutzer individuell entscheiden können, welche Black- und Whitelists er in seinem Adblocker aktiviert haben möchte. Individuell auswählbare Filterlisten bieten dabei viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten. (rhh)

Eyeo

Lesen Sie auch